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 winkelmandje 

Unser Leben - unser Schicksal

Sich selber näher kommen

Johannes W. Schneider

Früher oder später fragt sich fast jeder: Ist das Leben, das ich führe, eigentlich mein Leben? Wie viel von dem, was mir im Leben gegeben wurde, gehört zu mir? Wie weit bin ich selbst Gestalter? – Johannes W. Schneider schöpft aus einem Leben vielfältigster Begegnungen mit anderen Menschen und Kulturen, um den Leser zu einem tieferen Verständnis seines Selbst anzuregen.

... Im Tod, wenn er zur rechten Zeit kommt, bin ich nicht nur erwartet, ich bin auch beurteilt. Nicht über die eine oder andere Handlung während des Lebens wird geurteilt, sondern über mich, der ich war. Das Urteil kann als deutliches und klares Gefühl erlebt werden, als ein Ja zu dem gelebten Leben. Ich habe Fehler gemacht, und aus den Fehlern habe ich gelernt. Ich kann zu dem stehen, was war. Das Leben ist nun erfüllt. Dieses Gefühl kann sich verdichten zu einem Bild: Eine fremde Gestalt erscheint dem Sterbenden, mit unbeweglichen Gesichtszügen und Gliedern, alterslosen. Nur eines fällt aus diesem Eindruck des Fremden, Unnahbaren heraus: der Blick. Dieser Blick sieht mich so, wie ich selber mich sehe, wenn ich ganz ehrlich mir gegenüber bin. Merkwürdig: Dieser Fremde ist mir nahe, der bin ICH selbst. Ich bin es, der jetzt auf mich hinschaut, wie mein ICH jede Nacht mich gesehen hat. Doch an das, was im Tiefschlaf geschieht, kann ich mich kaum erinnern. Jetzt, an der Todesschwelle tritt dieses verborgene Nach-Erleben in den Raum des erwachten Bewusstseins. Und wir empfinden: Dieses Urteil gilt. Nun haben wir nicht mehr einen nächsten Tag vor uns, an dem wir uns noch einmal verändern können. Der Tod spricht sein ernstes Wort: So warst du ...

[Freies Geistesleben,

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