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Der soziale Organismus

Vorträge über die Kernpunkte der sozialen Frage

Rudolf Steiner

4 Vorträge in Zürich vom 3. bis 12. Febr. 1919 und
1 Aufsatz: «Geisteswissenschaft und soziale Frage» (1905-6)
(auch in GA 328 u. GA 34)

256 S., Taschenbuchformat gebunden, mit Lesezeichen
Info van de uitgever
[Archiati verlag, 2011]


Inhaltsverzeichnis
Vorwort von Pietro Archiati

1. Vortrag
Mensch und Maschine
Der Arbeiter, der als Mensch gelten will

▪▪ Das Unpersönliche des Lebens mit der Maschine bringt den
Arbeiter zum Nachsinnen über die Menschenwürde. Das Soziale,
bis dahin instinktiv gelebt, wird vom Bewusstsein ergriffen
▪▪ In der modernen Wissenschaft erbt der Arbeiter vom Bürgertum
nur eine «Ideologie», eine Spiritualität, die keine Stoßkraft
für das Leben entfaltet. Als Folge davon sieht er in der
Wirtschaft die einzige Wirklichkeit – aber diese macht alles,
auch seine Arbeitskraft, zur Ware

2. Vortrag
Soziale Dreigliederung
Dreieinheit von Kultur, Staat und Wirtschaft

▪▪ Das Wirtschaften beherrscht heute das ganze Leben, aber der
soziale Organismus kann nur gedeihen, wenn er – wie der
natürliche Organismus – dreigegliedert ist: in Wirtschafts-,
Rechts- und Geistesleben
▪▪ In der Wirtschaft muss man mit der Naturgrundlage als gegeben
rechnen. Dasselbe gilt für die «Menschengrundlage»,
für das Verhältnis von Mensch zu Mensch, das vom Staat
geregelt werden mus
▪▪ Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit können nur je in einem
von drei Lebensbereichen verwirklicht werden. Das Geistesoder
Kulturleben entwickelt seine Stoßkraft nur, wenn es sich
selbst verwalten kann. Die Dreigliederung ist auch für ein
gesundes internationales Leben notwendig

3. Vortrag
Geisteswissenschaftliche Weltauffassung
Zur Überwindung der Schwarmgeisterei

▪▪ Das Proletariat ist die lebendige Kritik an der neuzeitlichen
Gesellschaftsordnung. Im modernen Denken herrscht
«Schwarmgeisterei» – die Unfähigkeit der sittlichen Ideale,
das Leben zu gestalten
▪▪ Geisteswissenschaft erzieht zum wirklichkeitsgemäßen Denken,
wodurch der reale Geist praktisch ins Leben eingreift. Ein
Umdenken ist nötig, die «Dreigliederung» ist eine Orientierung
für das Denken, alles Äußerliche richtet sich danach
▪▪ Die Wirtschaft macht alles zur Ware. Die menschliche Arbeitskraft
muss, um nicht zur Ware zu werden, durch das
Rechtsleben der Wirtschaft entrissen werden


4. Vortrag
Mensch und Gemeinschaft
Dreigegliederte internationale Menschlichkeit

▪▪ Dem Kampf zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum liegt das
Streben nach gleicher Geltung und Würde aller Menschen
zugrunde. Staat und Wirtschaft können nur voneinander getrennt
die notwendigerweise auftretenden Gegensätze ausgleichen
▪▪ Assoziationen müssen die Wirtschaft beleben; das politische
Leben muss auf Demokratie beruhen. Das Recht gründet auf
der individuellen Begabung, der Allgemeinheit am besten zu
dienen. Die Arbeit kommt nicht dem jeweiligen Arbeiter, sondern
allen anderen zugute
▪▪ Das Kulturleben, das die Rechtsprechung einschließt, darf
nicht vom Staat abhängig sein. Nur wenn es auf der freien
Individualität gründet, entwickelt es die nötige Stoßkraft für
das Leben
▪▪ Auch im internationalen Leben wird die Dreigliederung verhindern
können, dass Staaten Wirtschaftskriege gegeneinander
führen. Das notwendige Umdenken wird gegenseitiges
soziales Verständnis unter Menschen und Völkern herbeiführen

Anhang A: «Geisteswissenschaft und soziale Frage»
(1905-1906)
Anhang B: Notizbucheintragungen zu den Vorträgen
über die Kernpunkte der sozialen Frage
Zu dieser Ausgabe
Die Vorträge Rudolf Steiners
Über Rudolf Steiner

Der soziale Organismus

Vorträge über die Kernpunkte der sozialen Frage

Rudolf Steiner · alles van deze auteur 

€ 7.00